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Französischer Lavendel
Image of French Lavender
Blumige Noten

Französischer Lavendel

Französischer Lavendel (Lavandula stoechas) ist der wilde, ungezähmte Cousin des englischen Lavendels mit einem betont aromatischen Charakter, der von Kampfer und rosmarinartigen Kräuternoten dominiert wird. Er ist weniger süß und schärfer als das, was die meisten von Lavendel erwarten, mit einer fast medizinischen Schärfe, die eher belebend als beruhigend wirkt. Darunter liegt eine harzige, leicht kiefernartige Qualität, die ihm eine unverkennbar mediterrane Persönlichkeit verleiht - man denke an sonnengebrannte Hügel und wilde Garrigue-Landschaften.
Eine Variante von Lavendel
Herkunft und Extraktion
Lavandula stoechas wächst wild im gesamten westlichen Mittelmeerraum, von Portugal bis Griechenland, und ist besonders häufig in den Macchia-Gebüschen Südfrankreichs. Anders als kultivierter englischer Lavendel gedeiht französischer Lavendel in armen, sauren Böden und wird oft wildgesammelt statt angebaut. Das ätherische Öl wird durch Wasserdampfdestillation der Blütenspitzen gewonnen und ergibt ein kräftiges, kampferartiges Öl mit einem Charakter, der sich grundlegend vom sanften Lavendel unterscheidet, den die meisten aus Duftsäckchen und Seifen kennen.
Geschichte und Kultur
Lange bevor die berühmten Lavendelfelder der Provence zur Touristenattraktion wurden, war Lavandula stoechas der ursprüngliche mediterrane Lavendel, den schon die alten Römer für ihre Bäder nutzten - der Name 'Lavendel' leitet sich vom lateinischen 'lavare' ab, was waschen bedeutet. In der französischen Volksmedizin wurde er für seine antiseptischen und schleimlösenden Eigenschaften geschätzt. Heute erlebt französischer Lavendel eine Renaissance in der handwerklichen und Nischenparfümerie, da Kreative nach authentischeren, weniger sterilisierten Ausdrucksformen dieses geliebten Krauts suchen.
Chemie und Molekularstruktur
Der unverwechselbare Charakter des französischen Lavendels stammt von seinem hohen Fenchon- und Kampfergehalt, der bis zu 70 Prozent des ätherischen Öls ausmachen kann - dramatisch mehr als beim englischen Lavendel. Er enthält relativ wenig Linalool und Linalylacetat, die Verbindungen, die dem englischen Lavendel seinen sanften, süßen Charakter verleihen. Stattdessen sorgt 1,8-Cineol (Eukalyptol) für die frische, durchdringende Qualität, während verschiedene Monoterpenketone die krautige Schärfe beisteuern, die diese Art definiert.

Düfte mit Französischer Lavendel

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