Narcotico nimmt dich mit auf eine spirituelle Reise durch Palermo. Es ist ein Duft über die Seele und ihre Verbindung zum Heiligen. Stell dir vor, du gehst durch alte Gassen und stille Kirchen. Dieser Duft fängt dieses Gefühl ein. Es ist eine tiefe und nachdenkliche Mischung aus erdigen, holzigen und harzigen Noten. Als Hommage an den Künstler Pier Paolo Pasolini erzählt er eine Geschichte von Erinnerung und Stille.
Narcotico eröffnet mit einer kühnen Mischung aus rauchigem Weihrauch und kräuterigem Thymian. Das Herz wird weicher durch die warme, süße Note von Tonkabohne und Benzoeharz. Der Duft mündet in einer tiefen, dunklen Basis. Eine kräftige, erdige Patschuli-Note ist der Star, unterstützt von reichem Oud, warmem Moschus und einem Hauch Vanille.
Sillage
Niedrig
Großartig
Langlebigkeit
< 4 Stunden
> 12 Stunden
Gendertendenz
Masculin
Unisex
Feminin
Nischenfaktor
Mainstream
Niche
Bewertungen & Fragen
8.5/10
2 BewertungenParfinity Community
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Ein außergewöhnlicher Duft für alle, die markante, charakterstarke Parfums lieben und gerne ein Statement setzen.
Narcotico ist ein Duft mit starker Persönlichkeit. Schon die ersten Minuten sind intensiv und präsent, doch seine eigentliche Schönheit zeigt sich erst im Laufe des Tages. Mit der Zeit wird er weicher, tiefer und entwickelt eine faszinierende Wärme. Für meinen Geschmack ist er etwas zu extravagant und ausdrucksstark, weshalb ich ihn nicht im Alltag tragen würde. Dennoch beeindruckt mich die Qualität und die Entwicklung auf der Haut.
Narcotico ist nicht nur ein Duft, es ist ein Zustand. Meo Fusciuni hat ihn um die Idee von Abhängigkeit, veränderter Wahrnehmung und Hingabe herum aufgebaut, und das spürt man sofort. Dies ist kein linearer Duft – er bewegt sich wie ein langsamer Abstieg. Der Auftakt wirkt dunkel und fast berauschend, mit einer alkoholischen, harzigen Wärme, die sofort die Konturen verschwimmen lässt. Es gibt eine Süße, aber sie ist schattenhaft, als ob man ihr nicht ganz trauen dürfte. Sie gibt den Ton an: Hier geht es darum, die Klarheit zu verlieren, nicht die Helligkeit. Im weiteren Verlauf übernehmen Tabak und balsamische Harze die Führung, dickflüssig und einhüllend. Dies ist das Herz der Geschichte – die narkotische Phase. Die Zeit scheint hier langsamer zu vergehen. Alles ist dicht, klebrig und immersiv, als wäre man in einem dämmrigen Raum voller Rauch und warmer Luft gefangen. Es ist sinnlich, aber auf eine stille Weise auch beunruhigend. Der Ausklang löst sich nicht sauber auf. Hölzer und Harze haften auf der Haut, verweilend und intim, und weigern sich, ganz loszulassen. Er wirkt obsessiv, introspektiv, fast beichtend – ein Parfüm über das zu lange Verweilen in einem Gefühl, weil es zu mächtig ist, um es zu verlassen. Deshalb liebe ich Narcotico so sehr. Er ist nicht dazu gedacht, beiläufig getragen zu werden oder um zu gefallen. Er ist emotional, schwer und kompromisslos – ein Duft, der eine Geschichte von Verlangen, Kontrollverlust und Trost in der Dunkelheit erzählt. Einer dieser seltenen Düfte, die sich ehrlich anfühlen, selbst wenn sie unbequem sind.
Sillage
Langlebigkeit
Nischenfaktor
Gender⚥
Über die Marke
Meo Fusciuni
Giuseppe Imprezzabile verbindet in Sarzana Chemie, Reisen und Poesie zu persönlichen Duftkapiteln mit klarer italienischer Handschrift.