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Mysore-Sandelholz
Image of Mysore Sandalwood
Holzige Noten

Mysore-Sandelholz

Mysore-Sandelholz ist der Goldstandard, an dem alles Sandelholz gemessen wird. Sein Duft ist aussergewohnlich cremig, reich und buttrig mit einer leuchtenden Warme, die von innen heraus zu strahlen scheint. Es hat eine milchige, fast laktonische Weichheit, uberlagert von subtiler honigartiger Susse und einem hauchzarten Anflug rosenartiger Blumigkeit. Die Tiefe und Geschmeidigkeit sind unerreicht - es umhullt die Haut wie flussiges Kaschmir. Wenn man einmal authentisches Mysore-Sandelholz gerochen hat, versteht man, warum es zur Legende wurde.
Eine Variante von Sandelholz
Herkunft und Extraktion
Mysore-Sandelholz stammt von Santalum-album-Baumen, die in der Region Karnataka in Sudindien wachsen, zentriert um die Stadt Mysore. Die Baume benotigen 30 bis 60 Jahre Wachstum, bevor das Kernholz sein volles aromatisches Potenzial entwickelt. Aufgrund massiver Ubernutzung im 20. Jahrhundert erklarte die indische Regierung Santalum album zur geschutzten Art, und die Wildentnahme ist nun streng kontrolliert. Das Ol wird durch Wasserdampfdestillation des Kernholzes und der Wurzeln gewonnen und ergibt eine dicke, goldene Flussigkeit von aussergewohnlichem Reichtum.
Geschichte und Kultur
Mysore-Sandelholz ist in das Gewebe der indischen Zivilisation eingewoben. Seit Tausenden von Jahren steht es im Zentrum hinduistischer Tempelrituale, wird in heilige Objekte geschnitzt und in der ayurvedischen Medizin verwendet. Das Konigreich Mysore baute einen Grossteil seines Reichtums auf dem Sandelholzhandel auf, und das Holz galt einst als konigliches Monopol. Der beruechtigte Sandelholz-Schmuggler Veerappan machte in den 1990er Jahren internationale Schlagzeilen und verdeutlichte, wie wertvoll diese Ressource geworden war. Heute versuchen staatlich kontrollierte Plantagen, dieses kostbare Erbe zu bewahren.
Chemie und Molekularstruktur
Was Mysore-Sandelholz chemisch uberlegen macht, ist sein aussergewohnlich hoher Santalolgehalt - echtes Mysore-Ol enthalt 80-90% Alpha- und Beta-Santalol, deutlich mehr als andere Sandelholzarten. Alpha-Santalol ist fur die charakteristische cremige, milchige Weichheit verantwortlich, wahrend Beta-Santalol die holzige Warme und Tiefe beitragt. Die hohe Santalolkonzentration erklart auch die bemerkenswerte Langlebigkeit des Ols auf der Haut. Dieses chemische Profil hat sich als ausserst schwierig zu synthetisieren erwiesen, weshalb Parfumeure das naturliche Ol nach wie vor als unersetzlich betrachten.

Düfte mit Mysore-Sandelholz

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